Beginn des Nahverkehrs in Crefeld

Mit dem Beginn der Industrialisierung wuchs auch Krefeld – die Stadt breitete sich aus, weil immer mehr Fabriken vor allem am Stadtrand siedelten. Motor hierfür war in Krefeld hauptsächlich die Textil-, speziell die Samt- und Seidenindustrie. Für diesen Industriezweig entstanden in der Stadt dann auch Maschinenbaubetriebe. 1900 schließlich kam noch ein Stahlwerk hinzu. Wegen der Nähe der Stadt zum Rhein entstand in der damaligen Nachbargemeinde Uerdingen ein Chemiewerk, das heute zum Bayer-Konzern gehört.

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Pferde- und Dampfbahn in Crefeld

Das Jahr 1883 nun markiert den Beginn des öffentlichen Nahverkehrs in der Seidenstadt. Dazu wird vom privaten Betreiber der Bahnen, der Berliner Firma Reymer & Masch, die „Crefeld-Uerdinger Localbahn A.-G.“ gegründet, die zwischen dem 3. Mai und dem 5. September Dampfbahnlinien eröffnet, die die Stadt Krefeld von ihren Außenbezirken aus mit den heutigen Stadtteilen Bockum und Uerdingen, Hüls sowie Fischeln verband, die freilich damals noch selbstständige Gemeinden darstellten.

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Elektrische Straßenbahn für Crefeld

Schon bald konnten die Pferdebahnen den Ansprüchen nicht mehr genügen – zu gering waren die Geschwindigkeit und die Kapazität der Fahrzeuge. Außerdem war eine viel zu große Anzahl Pferde erforderlich, da die Tiere nur wenige Stunden pro Tag vor die Bahnen gespannt werden durften. Diese Probleme kannte die Dampfbahn zwar nicht, dafür aber einige andere: Ruß, Dampf und Lärm belästigten die Anwohner und der Personalbedarf war zu hoch, weil neben dem Lokomotivführer auch noch ein Heizer vonnöten war.

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